Gastgeberkatalog 2022

Sehenswürdigkeiten in der Herzogstadt Wolgast Historische Altstadt und maritimes Flair Wolgast zählt zu den ältesten Städten in Pommern. In den verwinkelten Gassen und romantischen Innenhöfen der restaurierten Altstadt ist die jahrhundertealte Geschichte Wolgasts spürbar. Rund um den Marktplatz mit dem hübschen Rathaus mit seinem geschwungenen Giebel laden Cafés zum Verweilen ein. Durch seine Lage am Peenestrom ist Wolgast seit jeher ein maritimes Zentrum. Der Stadthafen, mehrere Seglerhäfen und die Marina auf der Schlossinsel zeugen davon. Im Stadthafen können Gäste mit dem Motorboot und Segelschiff zu Ausflugsfahrten auf dem Achterwasser oder dem Peenestrom in See stechen. Ehemalige Residenzstadt und Hofkirche Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im Mittelalter, als Wolgast Sitz der Herzöge von Pommern-Wolgast war. Das damalige Schloss existiert heute nicht mehr, aber die Schlossinsel erinnert an die Zeit als Residenzstadt. Bis heute prägt die mächtige St. Petri-Kirche, die zur norddeutschen Backsteingotik zählt, das Stadtbild. In der ehemaligen Hofkirche der Herzöge von Pommern-Wolgast befindet sich die Gruft der Herzogsfamilie mit den Sarkophagen der letzten Pommernherzöge. Sehenswert in der St. Petri-Kirche ist auch ein historischer Bilderzyklus zum Totentanz aus dem Mittelalter. Über eine Wendeltreppe mit 184 Stufen kann man auf den Kirchturm steigen und aus 40 Metern Höhe einen fantastischen Blick über die Dächer von Wolgast bis zur Insel Usedom genießen. Rungehaus Das Geburtshaus von Philipp Otto Runge dokumentiert das Leben und Wirken des neben Caspar David Friedrich be- deutendsten Malers der norddeutschen Romantik. Neben seiner Malerei und Grafik hat sich der vielseitige Künstler mit dem Scherenschnitt, der Buchillustration und der Gestaltung von Spielkarten beschäftigt. Mit der Farbenkugel entwickelte Runge das erste Farbsystem, das die Mischung der Primärfarben dreidimensional veranschaulicht. Auch schrieb er bis dahin nur mündlich überlieferte plattdeutsche Märchen wie „Vom Fischer un sin Fru“ auf und stellte sie den Gebrüdern Grimm für ihre Märchensammlung zur Verfügung. WOLGAST | 21

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